Stand: September 2026 · Fassung 2026-09-03
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen Burak Kaplan, Brandenburgerstr. 25, 87700 Memmingen (nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden (nachfolgend „Händler") über die Nutzung der Software-Lösung LoyiaCard. Abweichende Bedingungen des Händlers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
LoyiaCard ist eine digitale Kundenbindungs-Lösung, die es Händlern ermöglicht, digitale Stempel- und Punktekarten für ihre Endkunden bereitzustellen. Die Karten werden in Apple Wallet und Google Wallet gespeichert. Der Funktionsumfang umfasst unter anderem das Vergeben von Stempeln/Punkten, das Versenden von Push-Nachrichten, Belohnungssysteme sowie statistische Auswertungen. Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Leistungsbeschreibung.
Der Vertrag kommt durch die Registrierung des Händlers und die anschließende Freischaltung durch den Anbieter zustande. Der Anbieter behält sich vor, Registrierungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
Bei der Registrierung bestätigt der Händler die gewählte Zahlungsweise, die damit verbundene Nutzungsgebühr sowie die Mindestlaufzeit ausdrücklich. Der Anbieter dokumentiert diese Bestätigung mit Zeitpunkt und Fassung dieser AGB und teilt dem Händler nach der Freischaltung Vertragsbeginn, Zahlungsweise, Preis und Ende der Mindestlaufzeit in Textform mit.
Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vereinbarten Preise. Eine einmalige Einrichtungsgebühr fällt nicht an. Gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung) wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Der bei Vertragsschluss vereinbarte Preis bleibt für die Dauer des Vertrags bestehen; spätere Preisänderungen gelten nur für neu geschlossene Verträge.
Der Händler wählt bei der Registrierung zwischen zwei Zahlungsweisen:
a) Monatliche Zahlung. Die Nutzungsgebühr wird ab dem Tag der Freischaltung berechnet und ist im Voraus zu entrichten. Ist der Tag der Freischaltung nicht der Monatserste, wird der angebrochene erste Kalendermonat anteilig abgerechnet.
b) Jahresvorauszahlung. Der Händler zahlt einen einmaligen Betrag im Voraus, der die Nutzung für die Dauer der Mindestlaufzeit abdeckt. Der Anbieter teilt dem Händler mit der Vertragsbestätigung mit, bis zu welchem Tag die Vorauszahlung reicht. Endet der Tag der Freischaltung nicht auf einen Monatsersten, wird der bezahlte Zeitraum auf das Ende des Kalendermonats aufgerundet. Eine automatische Verlängerung der Vorauszahlung findet nicht statt. Nach Ablauf des bezahlten Zeitraums wird die Nutzung monatlich zur vereinbarten monatlichen Nutzungsgebühr abgerechnet. Eine erneute Jahresvorauszahlung kommt nur durch eine gesonderte Vereinbarung in Textform zustande.
Rechnungen sind ohne Abzug innerhalb von 3 Tagen ab Rechnungsdatum per Überweisung auf das in der Rechnung genannte Konto zu zahlen. Ein Lastschriftmandat wird nicht erteilt. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang nach vorheriger Ankündigung in Textform bis zum Ausgleich der offenen Forderung zu sperren; die Pflicht zur Zahlung der Nutzungsgebühr bleibt davon unberührt.
Der Vertrag beginnt mit der Freischaltung des Händlerkontos durch den Anbieter (Vertragsbeginn). Die Mindestlaufzeit beträgt 12 Monate ab Vertragsbeginn. Vertragsbeginn und Ende der Mindestlaufzeit werden dem Händler mit der Vertragsbestätigung mitgeteilt.
Der Vertrag kann erstmals zum Ablauf des Kalendermonats gekündigt werden, in dem die Mindestlaufzeit endet. Wird er nicht gekündigt, läuft er auf unbestimmte Zeit weiter und kann von beiden Seiten mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende gekündigt werden. Eine automatische Verlängerung um eine weitere Mindestlaufzeit findet nicht statt.
Kündigungen bedürfen der Textform (z. B. E-Mail an kontakt@loyiacard.com). Der Anbieter bestätigt Eingang und Vertragsende in Textform. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt. Bereits gezahlte Nutzungsgebühren für den laufenden Monat werden nicht anteilig erstattet.
Erstattung bei Jahresvorauszahlung. Endet der Vertrag durch eine Kündigung des Händlers oder durch eine außerordentliche Kündigung des Anbieters aus einem vom Händler zu vertretenden Grund vor Ablauf des im Voraus bezahlten Zeitraums, wird die Vorauszahlung nicht anteilig erstattet; der Händler bleibt zur Zahlung für die Mindestlaufzeit verpflichtet. Endet der Vertrag dagegen aus einem vom Anbieter zu vertretenden Grund, insbesondere durch dessen ordentliche Kündigung, durch Einstellung des Dienstes oder durch eine außerordentliche Kündigung des Händlers aus wichtigem Grund, so erstattet der Anbieter die Vorauszahlung anteilig für die nicht genutzten vollen Kalendermonate. Läuft der Vertrag über den im Voraus bezahlten Zeitraum hinaus, wird die darüber hinausgehende Zeit zur vereinbarten monatlichen Nutzungsgebühr nachberechnet.
Der Händler verpflichtet sich, die Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Der Händler ist für die Inhalte, die er über LoyiaCard an seine Endkunden versendet (z. B. Push-Nachrichten), allein verantwortlich. Er stellt sicher, dass diese Inhalte nicht gegen geltendes Recht, insbesondere Wettbewerbs- und Datenschutzrecht, verstoßen.
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich im Rahmen der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Soweit der Anbieter im Auftrag des Händlers personenbezogene Daten von dessen Endkunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO. Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung.
Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit des Dienstes, schuldet jedoch keine ununterbrochene Verfügbarkeit. Wartungsarbeiten, technische Störungen oder Ausfälle von Drittanbietern (z. B. Apple, Google, Hosting- oder Wallet-Dienstleister) können zu vorübergehenden Einschränkungen führen.
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) und begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen. Der Anbieter haftet insbesondere nicht für entgangene Gewinne oder mittelbare Schäden.
Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Über Änderungen wird der Händler rechtzeitig in Textform informiert. Widerspricht der Händler nicht innerhalb von vier Wochen, gelten die geänderten Bedingungen als angenommen.
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Sofern der Händler Kaufmann ist, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Burak Kaplan · LoyiaCard · kontakt@loyiacard.com